in der neuesten Ausgabe des Spr G Magazins (http://www.spur-g-magazin.de/) ist ein 5-seitiger Beitrag
von mir zur Eisenbahn in 1000mm in Tunesien (Seite 18-22).
Wenn ihr auf der Homepage das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 13 anklickt, dann könnt ihr das erkennen.
Wer sich für den Beitrag und den Rest der wirklich tollen Zeitschrift interessiert: Die gibt es zu kaufen.
Link auf der Homepage.
Ich bitte um Verständnis, dass ich hier im öffentlichen Bereich keine Kopien einstelle.
Wer aber mal ein bisschen Blut lecken möchte, für den habe ich wenigstens einige Bilder
(die aber allesamt nicht im Beitrag erschienen sind, dort konnten nur die besten Bilder erscheinen):
Da sie ja auf ihrer Homepage schreiben, das Heft sei auch im Handel erhältlich: Weiss jemand wo es das gibt?
Das Vorgängerheft von den LGB Freunden Rhein/Sieg war immer in der Kölner Bahnhofsbuchhandlung erhältlich. Das Spur G Magazin habe ich aber noch nirgendwo in einer Buchhandlung entdecken können. Lediglich bei den Rhein/Sieglern selber auf Ausstellungen haben sie es verkauft.
Das man das online beziehen kann ist mir klar. Wollte mir aber die Portokosten ersparen. Mich interessierts, weil auch ein Artikel zur Ruinaulta Linie enthalten ist.
da kann ich leider nicht helfen. Ich habe das Heft noch nicht in einer Buchhandlung oder beim Zeitschriftenhändler gesehen.
Mir wäre der Bezug vom LGB-Club hier der bequemere Weg. Oder aber das Abo. Es sind ohnehin nur zwei Ausgaben im Jahr.
Die Hefte unterscheiden sich aber maßgeblich von den anderen großen Gartenbahnzeitschriften (Gartenbahn, Gartenbahn-Profi,
Volldampf), dass sie vornehmlich Wert legen auf individuelle Beiträge und nicht nur die Neuheiten herunterbeten,
die gerade im PIKO- oder LGB-Katalog stehen.
Außerdem zeigt sich auch wieder in diesem Heft das ganz hervorragende Layout und die tolle Bildbearbeitung.
Ich staune selbst, was aus meinen Amateur-Aufnahmen geworden ist. Tolle Sache.
gerade habe ich entdeckt, dass EISEBAHN ROMANTIK einen Beitrag zur Tunesischen Eisenbahn gemacht hat.
In Folge 762 (Juni 2012) wird die Südstrecke von Tunis in die Wüste behandelt. Das wird in meinem Beitrag auch behandelt,
allerdings noch viel mehr. Irgendwie sieht es so aus, als hätte die keine Zeit oder Lust gehabt, sich mehr anzusehen.
Oder aber die schicken irgendwann noch einen weiteren Beitrag nach.
ich bin gerade wieder in Tunesien und staune, wie rapide es abwärts geht mit der Eisenbahn. Von Bir Bouregba führt über Hammamet eine Abzweigstrecke nach Nabeul, der Regionalhauptstadt. Inzwischen fährt hier kein Zug. Der Bahnhof in Nabeul ist zwar von einem Stationsvorsteher besetzt, aber der sitzt nur da und verdient sein Geld mit Abwarten. Es gibt Probleme auf der Strecke, sodass eigentlich eine Reparatur anstehen müsste. Aber irgendwie ist wohl kein Material da, so die Aussage des Vorstehers. Ob das bald repariert wird, weiß er nicht. Er kann noch nicht mal sagen, ob das überhaupt noch einmal repariert wird. Tja, die Eisenbahn hat hier auch keine große Lobby.
ich bin mal wieder in Tunesien und fahre natürlich auch mit der Eisenbahn. In meinem ursprünglichen Zeitschriften-Beitrag in Spur G Magazin aus dem Jahr 2012 hatte ich die SNCFT (Société Nationale des Chemins de Fer Tunisiens) noch gelobt wegen ihres – für afrikanische Verhältnisse – guten Eisenbahnnetzes und der Bemühungen um ein qualitativ hochwertiges Angebot. Nun ja, das ist lange her. Inzwischen hat sich einiges geändert, leider nicht zum Guten hin.
Generell sind die Verbindungen auf der nicht elektrifizierten Grand Line (also der Hauptstrecke) ausgedünnt, das Wagenmaterial in einem schlechten Zustand. Die lokbespannten Züge sind – trotz der langen Fahrstrecken – inzwischen fast nur noch mit zwei Wagen ausgestattet, und zwar mit 1. Klasse-Wagen, die aber als 2. Klasse-Tickets verkauft werden, weil weder die Klimaanlage funktioniert noch der Zustand der Wagen irgendwie an einen guten Eindruck macht. Während der Fahrt stehen in den lokbespannten Zügen die Türen offen. Das ist ohnehin gut für die Raucher, die dann in der Nähe der Türen durchgehend qualmen. Es gibt auch Triebwagen, bei denen während der Fahrt zwar eine Klimaanlage läuft, was die Raucher aber nicht abhält zu qualmen. Vielfach sind dort die Scheiben defekt, das lässt man erst mal so lange, bis die Scheibe ganz gebrochen ist. Dann baut man provisorisch eine Kunststoff- oder auch manchmal eine Aluminium-Platte ein. Selbst am Bahnschalter ist der Service mittlerweile erbärmlich schlecht.
Früher waren an den Stationen jeweils noch Bahnbedienstete (Chef de Gare), da muss man inzwischen suchen, um jemanden zu finden, der ein Ticket verkauft. Am Zentralbahnhof in Tunis wollte mich die Dame am Schalter sogar übers Ohr hauen, denn sie dachte offensichtlich, ich kenne mich mit dem tunesischen Geld nicht aus.
Von Tunis gibt es eine sog. Metro am Meer entlang über Karthago nach La Marsa. Das war übrigens die erste Bahnstrecke in Tunesien, damals als Geschenk der Franzosen an den Herrscher Bey Muhammad III. al-Husain. Inzwischen ist das Gleisbett auf dem 1905 errichteten Bahndamm aber wieder mal sanierungsbedürftig, sodass streckenweise nur eingleisig gefahren werden kann. Das betrifft den Beginn der Strecke ab der Endstation Marine bis weit in Richtung La Goulette. Dass sowas mal passieren könnte, hatte wohl niemand bedacht, denn sonst hätte man ja entsprechende Weichen einbauen können. Nunmehr fährt diese TGM-Bahn also im Rechtsverkehr (auf den großen Bahnen herrscht aber Linksverkehr) nach La Marsa, rückwärts muss sie dann aber auf der sonst zweigleisigen Strecke mit Beginn des Bahndamms wieder auf die andere Seite wechseln. Dafür gibt es nur eine Gegenweiche. Die Bahn fährt also über diese Weiche und hält an. Dann steigt der Zugführer aus, läuft ans Ende des Triebzuges, während ein Schaffner auch aussteigt und die Weichen stellt. Jetzt fährt der Zug rückwärts über die Weiche auf das andere Gleis, hält an und der Zugführer wechselt wieder und die Weichen werden wieder zurückgestellt und dann wird die Fahrt fortgesetzt. Na ja, immerhin besser als bei meinem letzten Besuch, da war die Strecke weitgehend gesperrt und auf Busbetrieb umgestellt.
In der Nähe der Station Marine ist übrigens das Straßenbahn-Depot. Dort stehen unzählige defekte Bahnen herum, häufig noch beschädigt aus der Zeit des Arabischen Frühlings. Damals sind randalierende Gruppen unkontrolliert herumgezogen und haben alles beschädigt, was ihnen in die Finger kam. Ich selbst war damals in einem Zug der Metro TGM, als dieser an einer Haltestelle am Bahndamm überfallen wurde und zerstört wurde. Ich hatte Glück, denn ich war nicht als Tourist verkleidet, sonst hätten sie mich vielleicht auch auseinandergenommen. Also in der Summe keine schöne Entwicklung für Tunesien.
Zweimal musste ich bei Einzelstrecken auf Sammeltaxi (Louage) und Überlandbus ausweichen. Beide sind zwar teurer, aber recht zuverlässig und die großen Busse sind immerhin klimatisiert. Mal sehen, wie das hier weitergeht. Auf Randstrecken um Tunis werden schon lokbespannte Züge mit nur einem Wagen eingesetzt. Die Preise sind übrigens sehr gering. Von Bir Bourgeba (das ist der Bahnhof der Hauptstrecke bei Hammamet) nach Tunis kostet es 4,25 Dinar (Fahrzeit planmäßig etwa eineinviertel Stunden), nach Sousse 5,1 Dinar (Fahrzeit etwa eindreiviertel Stunden). Von Sousse nach Monastir zahlt man 1 Dinar (Fahrzeit in der elektrifizierten Vorort-Bahn etwa eine Stunde), von Sousse nach Mahdia 1,6 Dinar (Fahrzeit fast zwei Stunden). Aktuell steht der Kurs bei 3,5 Dinar für einen Euro.
Ich stelle jetzt noch einige Bilder ein, damit man sich vorstellen kann, wovon ich spreche.