Hallo

hier ein kleiner Reisebericht zur HSB. Ich war eine Woche in Werningerode zum Radfahren im Urlaub. Hatte eine kleine Ferienwohnung mitten in der Altstadt. Dabei bin ich (so gut es geht) nahezu das ganz Netz der HSB Abgefahren. (360km geradelt) Was Neues und Aufregendes habe ich nicht erwartet und auch nicht angetroffen. Für mich war immer nur der Weg das Ziel.
Den unteren Teil von Nordhausen bis ET habe ich mir geschenkt, bzw. bei der Anreise nur mal mit dem Auto erkundet.
Die (Schweizer) VEVEY Rollbockanlage in Nordhausen mit Ihren markanten rosa Rollböcken ist ja schon bald 10 Jahre außer Betrieb, bei Netzkater ist die Strecke unterbrochen da wird an einer Brücke gebastelt.
Die Eisfelder Talmühle habe ich auch nur verwaist angetroffen (laut HP macht die Gasstätte am 4.9. wieder auf.) Da ist ja auch nur wenig Zug-Betrieb
Im Nationalpark Harz kann man echt spitze Radfahren – man darf sich allerdings vor teilweise heftigen langen Steigungen und Gefällen nicht fürchten. Für die Tour am Brocken habe ich mir extra den schlechtesten Tag ausgesucht damit ich nicht mit Tausend anderen Touristen da hoch muss. Das es allerdings so Neblig wurde, war schon gespenstisch. Es war trotzdem einiges los! Am Kiosk vom Brockenwirt haben tatsächlich welche nach dem Bahnhof gefragt. Die Dame fühlte sich veräppelt. Man hat die gerade umsetzende Lok gerochen und gehört, keine 20 Meter entfernt. Die Tour auf den Brocken von Wernigerode aus, war leicht zu radeln bis auf eine kleine Stelle bei der die Navi-Software einen steilen Wanderweg als Radweg eingestuft hatte da habe ich mein Rad halt getraschoben.
daten2/Andreas/Vorbild/HSB/fischi.mp4
daten2/Andreas/Vorbild/HSB/kamel.mp4
Ein wirklich sehr schöner Weg ist der
Bahnparallelweg! Bei Drei-Annen-Hohne beginnt er habe ihn talwärts befahren.
(Er endet bei der Steinernen Renne) Ein für HSB Freunde ein Muss-Weg entlang der HSB-Gleise! An einer Stelle ist er aber mit Rad nicht passierbar, ich habe es trotzdem irgendwie geschafft den Steilen Pfad mein Rad runter und dann wieder hoch geschoben + getragen.
Zwischen der Hammerklippe und dem Thumkuhlenkopf habe ich die oft benutzte (Ausweiche, Betriebsbahnhof) Drängetal in der Wildnis inspiziert. Den Bahnparallel-Wanderweg kann ich jeden HSB Fan sehr empfehlen.
Ich habe mir die Gläserne Deko-Werkstatt angeschaut, auch wenn ich vorher schon wusste da gibt’s eh nichts zu sehen, es ist ja nur eine Dekowerkstatt in der maximal gebastelt wird. Aber bei 5€ Eintritt OK. Ich traf hier einen alten Herren der mit seinem Enkel enttäuscht vor sich hin geschimpft hat „Was soll denn das sein?“ In der richtigen Westerntor-Lokwerkstatt gegenüber haben sie an einer Brockenlok gewerkelt da kommt man aber leider nicht rein das wäre bestimmt interessant gewesen.
Die "Trommeln" auf den Achsen unten in Bildmitte kommen mir von einem Modell das ich mal gebastelt habe sehr, sehr bekannt vor. (Habe ich aber inzwischen ausgebaut)
Damit ich der HSB auch mal einen Euro (32€) zukommen lasse, habe ich mir eine Runde (von Quedlinburg bis Hasselfelde) Fischstäbchen fahren gegönnt.

Durfte mein Radl in den hinteren Führerstand stellen.
Das Selketal ist ja Landschaftlich schon klasse. Aber die Triebwägen fahren da meistens nur leer oder mit sehr wenigen Fahrgästen hin und her. Die momentanen Groß-Baustellen (Hochwasserrückhaltebecken Straßberg) die ja die Bahn während des Baus den Betrieb einstellen sind da auch schon ganz schön am Erdbewegen. Man darf gespannt sein bei den „Ergebnissen“ die die HSB jedes Jahr zer-wirtschaften - ob die dort überhaupt jemals wieder fahren werden.