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Tunnel-Portal selber "gemauert"

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Steffen
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Tunnel-Portal selber "gemauert"

Beitragvon Steffen » 03.10.2012 20:14

Hallo Gartenbahnfreunde,

wieder einmal ein Bericht von mir.
Ursprünglich habe ich ja mit einer Echtdampf-EMMA von REGNER angefangen. Die sollte eigentlich nur eine Runde über den schon vorhandenen Gartenteich drehen. Aner die auf einer Modellbahnbörse gekaufte Uralt-Stainz wollte auch Auslafu haben, die Steigungen, die ich benötigte sollten nicht zu arge werden - so kam eines zum anderen und die Strecke wurde immer größer. Und selbstverständlich benötigt so ein Bähnle auch einen Tunnel.
Gefiel mir doch der Dampflokpfiff so kurz vor Tunnelausfahrt so toll :ch024 :ch024

Irgendwo in irgendeiner Gartenbahnzeitung hatte einer ein Tunnel aus Pflanzsteinen gebaut. Da lagen noch vier Stück rum, die sowieso der Bahn weichen mußten. Die aufgestellt, ergaben ein ausreichend langes Tunnel. Damit das Tunnel einem leichten Kurvenverlauf folgen konnte, wurden die Steine so gesetzt wie erforderlich. Jetzt entstehen ja dadurch Lücken zwischen den Steinen. Also Reste einer Teichfolie darüber, schon ist das ganze nicht nur wurzeldicht, sondern sogar wasserdicht!

So stellte sich der Tunnelausgang - das Portal - so dar:
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Nicht unbedingt schön. :(
In Friedrichshafen auf der Modellbaumesse habe ich an einem Stand Bekanntschaft mit den Bloxxs-Steinen machen dürfen. Kleine masstäbliche Sandsteine unterschiedlicher Formen zum Mauern unterschiedlichster Formen. So sind Stützmauern, Tunnelportale und vieles andere denkbar. Ja auch kleine Häuser werden angeboten. Fasziniert hat mich der Baustoff, da ich in aus meiner Heimat, dem Elbsandsteingebirge, kenne. Zum ersten Mal hatte ich derartige Bausteine in der "kleinen Sächsischen Schweiz" gesehen. Hier der Link: http://www.kleine-saechsische-schweiz.de
Der Besuch ist da im übrigen genauso zu empfehlen, wie ein Besuch der Eisenbahnwelten im Kurart Ratten. Große Gartenbahnanlage mit Übernachtungsmöglichkeiten in traumhafter Umgebung zur sächssichen Schweiz! Hier der Link: http://www.eisenbahnwelten-rathen.de

Aber ich will hier keine Werbung machen. Wollte nur zeigen, wie ich so darauf kam.
Nachdem ich die bestellten Steinchen hatte - in dem Fall Steine für ein Portal und ein paar weitere zum Probieren - stellte ich fest, dass die selbst in 1:22,5 doch recht klein sind und wenn ich die "mauern" möchte, ich lange Trocknungszeiten einplannen muß und dennoch ein relativ instabiles Gebilde habe.
Also habe ich als Untergrund eine Styrodurplatte gewählt, auf die ich die Steine aufbringen wollte

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DIe Platte habe ich dann außen grob zugeschnitten, so dass der Plan zum Portal mauern gut Platz hatte:
Hier der Plan:
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Anschließend habe ich den Freiraum für das Gleisprofil ausgeschnitten.
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Die Platte vor das Tunnel gestellt und die Form abgeglichen. Sah schon ganz gut aus.
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Nun habe ich gemauert, gewartet, gemauert, gewartet. In der Anleitung steht, dass man Flex-Fließenkleber nehmen soll. Ich kann bestätigen, dass das sehr gut geht. Etwas aufpassen muß man beim Verfugen. Macht man es zu früh, lösen sich die Steine. Wenn zu spät, bekommt man eine unschöne Oberfläche. Ist mir teilweise passiert - in der Reihenfolge! Ausgehärtet kann man das Ganze aber wie einen Stein bearbeiten, schmirgeln, befeilen und sogar mit der Drahtbürste bearbeiten.
Mir fehlten recht schnell Steine. Abdecksteine für den oberen Rand, kleine Steine für Zwischenräume.

Aber irgendwann wurde es dann doch fertig. Seht selbst:
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Im letzten Bild sieht man auch, dass ich am Fuss des Portals noch eine breitere Steinreihe angesetzt habe und auch die Tunnelröhre etwas ausgemauert habe. Die Tunnelröhre habe ich "freitragend" ausgemauert. Das ist feucht sehr, sehr instabil! In der aktuellen Gartenbahnprofi ist auch ein Artikel zu diesem Thema. Dort hat der Erbauer eine Betonform gegossen, auch für die Tunnelwandung. Der Herr hat nur die Seite des Tunnels ausgemauert, die eingesehen werden kann. Ist einfacher und effektiver. Wichtig ist vor allem abzuklären, welcher Bereich einsehbar ist. An meinem Portal kann man erkennen, dass ich zu kurz ausgemauert habe. :cry:
Aber das ist mein Erste Portal. :ch171 :ch171

Bin gespannt, wie es Euch gefällt.

MfG

Steffen Dittes
Mit freundlichen Grüßen

Steffen

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Re: Tunnel-Portal selber "gemauert"

Beitragvon Andreas » 03.10.2012 20:46

Servus Steffen!!

Danke für deine Berichte!
Ich als "Tunnelfreak" möchte gerne mehr wissen von deinem Tunnel,
Pflanzringe schaut schon mal gut aus, wo geht denn der Tunnel hin - wie lange iss'er?
Die Graniteinfassung finde ich auch schön da werde ich gleich neidisch....

Zum Portal, ich hau dann mal drauf :dummy
Klasse Anfang - nur der Rand Außen rum :lol:
Ich hätte bei den Schrägen bevor die Deckschicht aufgeklebt wird
eine Nacht gewartet und dann erst mal mit der Flex gerade Schnitte gemacht
dann hättest du keine Dreieckigen Löcher / Füllsteine benötigt
und der Abschluss wäre "bündig" geworden.
Verfugst du das ganze Werk noch?
Ich vermute sonst wird Väterchen Frost daran rum knabbern und Sprengungen vornehmen.

*) Wie bist’e denn mit der IK zufrieden?
Gruß Andy :D

Stell Dir vor es geht und keiner kriegt´s hin.

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Re: Tunnel-Portal selber "gemauert"

Beitragvon Steffen » 04.10.2012 09:24

Hi Andi!

Danke, das Dir meine Berichte gefallen. Muß immer aufpassen, dass ich nicht ausufernd schreibe . . . 8)
Ja, die Kritik war mir schon klar. Mir gefallen selbst einige Feinheiten nicht. Aber Erstlingswerk!

Bin auch immer in mir etwas zerrissen. EInerseits solle s genau, schön und bestens werden, andererseits will ich schnell, schnellstens ein Ergebnis. Das beißt scih mitunter. Ja, arbeiten mit der Flex ist so eine Geschichte. Habe im letzten Jahr unsere Decke im Haus abgehangen und mir dabe i so richtig schön frontal mit der Kreissäge in den Daumen gesägt. Seitdem wird meine Tegierung sehr hellhörig, wenn ich etwas sägendes schneidendes in die Hand nehme. :oops:
Außerdem danke ich Dir für den Tip mit der Flex, es dann, wenn geklebt ist, zu versuchen. Darauf war ich damals nicht gekommen und hätte jeden STein einzeln abgesäbelt . . Und das war mir zu aufwendig. Mit dem Verfugen hatte ich es mir leichter vorgestellt. Ich werde erst einmal abwarten, was der Winter mit meinem Bauwerk so anstellt. Jedes Tunnel hat ja 2 Portale und es steht eh erst eins.

Bloxxs hat in seinem Angebot auch größere Sandsteinquader. Lassen sich auch sehr gut als Ladung verwenden, bringen sie doch gleich Gewicht mit. Ich habe da noch einen Baukasten für eine Burg gekauft. Habe die Steine lose, ohne zu Verkleben auf einer Gehwegplatte aufgestapelt. Sieht für meine Begriffe sehr gut aus, läßt man WInd und Wetter arbeiten wird es eine schöne anschauliche Ruine. Die man immer wieder aufstapeln kann.

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Hier mal der Link: http://bloxxs.de

Mit der IK bin ich etwas unschlüssig. EInerseits "mußte" ich sie haben -bin ja Sachse. Also Heimatgefühle. Die Lok ist etwas besonderes, ist sie doch neu erbaut worden (in 1:1). Andererseits war ich schon erstaunt, dass eine Lok in der Preisklasse, neu konstruiert, so analog daherkommt.
Ich bastle gern, also wird das digitalisieren nicht das Problem sein. Aber für den Preis hätte wenigstens ein einfacher Decoder zum Fahren inklusive sein können. Und warum man die Rauchkammer nicht zum Öffnen hinbekommen hat, ist mir auch schleierhaft. So eine "Wartungsklappe" wäre für uns Gartenbahner ja interessant. Festgestellt habe ich das an der 996001, wo ich da mal ganz schnell den Stand des Rauchöl´s feststellen kann. Überlege schon, ob man so etwas in Form eines Wasserstandes einbauen könnte. Abgschaut bei der EMMA. Vielleicht wird das ganze aber zu diffizil. Im Spassbahn-Forum hat schon ein Mitglied angefangen, die IK zu digitalisieren. Werde auf jeden Fall berichten, wenn ich anfange. Vom Fahrverhalten ist auch die analoge Geschichte, wenn auch nicht so fein regelbar, erst einmal okay. Was sehr auftragend wirkt, ist die Steuerung,. Sie wirkt an der Lok sehr dominant. Muß das noch einmal mit dem Original vergleichen.

MfG

Steffen
Mit freundlichen Grüßen

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