Thekenbahn

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Thekenbahn

Beitragvon Gastbeitrag » 02.06.2016 07:58

Hallo meine Lieben Eisenbahner

Habe da eine Frage und denke ihr könnt mir da sicherlich weiterhelfen.

anbei ein Bild

Es geht um ein Restaurant welches ich modernisieren möchte.

Folgendes ist vorhanden.

Nur die Schienen. Winke Die Lok wird von Hand mit Getränken an Bord zum Tisch gesteuert . H1 bis H4

Und es muss immer jemand daneben stehen.

Nun möchte ich das etwas modernisieren aber nicht digitalisieren da Haufen analoger Loks vorhanden

So soll es aussehen.
Bild

Kellner stellt Gläser auf Lok und Drückt auf Panel H1. Dann fährt Lok auf H1 hält an und wenn abgeladen, kann der Gast Per drücken auf Pfeiltaste die Lok wieder zurück schicken,so dass Lok wieder am Start ist.

Das ganze wiederholt sich bei H2 H3 H4 etc

Kellner kann Lok auch selbst per drücken auf Panel Pfeil zurückholen

Wer Kann mir da bei Steuerungserstellung helfen Winke. Wäre mega nett von euch !
Gruss euer Markus

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Andreas
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Re: Thekenbahn

Beitragvon Andreas » 02.06.2016 20:27

Hallo Gast Markus :tach
des ist ja eine lusdiche Aufgabe :mrgreen:

Also wenn ich Gast wäre würde ich mich bevorzugt auf Tisch H1 setzen
und immer wenn der Zug vorbei fährt um nach 2-4 zu kommen den "Zurück" Knopf drücken :mrgreen:

:arrow: Also muss in dein Lastenheft: Das man diese Taster verriegelt bis der Zug sein Ziel (+Wartezeit) erreicht hat.

Auch muss man bedenken es müssen jede Menge Bremsabschnitte rein
denn der Zug darf ja nicht abbruppt stehen bleiben (anfahren muss er auch sehr sanft)

Dafür Anlaog was zu basteln das wird ein Kabel + Relais + Modulsalat und würde mich schon im Ansatz in den Wahnsinn treiben!

Ich würde da ohne groß Nachzudenken auf digital aufrüsten.
Denn dann gehts (natürlich auch mit etwas Aufwand) auch für einen Laien wie mich relativ einfach:
Steuern mit TrainController
Die Züge werden vorher eingemessen und halten dann cm genau und vor allem sehr sanft und vorsichtig an!
Die verschiedenen Zugfahrten werden auf die Taster gelegt;
Während der Zugfahrt sind die Taster an den Tischen gesperrt (geht mit ein paar einfachen kniffen / bedingungen)
Zur besseren Optik kann man Signale aufstellen die TC nebenbei mit stellt,
so sieht der Gast schon während der Fahrt wo denn das Schnitzel hinfährt.

Aber es gibt bestimmt viele Analogbahner die das Steuerungstechnisch in 5 Minuten hinkritzeln
(evtl gibt es ja sogar fertige Bausteine für solche Aufgaben?)
die würde ich aber nicht einem Gartenbahnforum suchen sondern bei den Indoorbahnern / H-Nullern

:hey
Gruß Andy :D

Stell Dir vor es geht und keiner kriegt´s hin.

StefanM
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Re: Thekenbahn

Beitragvon StefanM » 03.06.2016 16:19

Hai!

Analog und so einfach wie möglich, würde ich es so machen:

Vor jedem Thresenplatz (1-3 in meiner Skizze) wird ein beidseits abisolierter Halteabschnitt (rote Unterbrecher) gebildet. Die Strecke zwischen zwei Abschnitten muß auf der unterbrochenen Gleisseite extra mit Strom versorgt werden (= hell- und dunkelblaue Linien).

Herzstück ist eine Pendelautomatik [P], die umpolt, wenn sie bemerkt, daß der Zug nicht mehr im stromversorgten Bereich ist (das ist wichtig; es gibt auch Automatiken, die nach einer bestimmten Zeit umstellen, egal, wo der Zug ist). Wichtig: die Pendelautomatik muß ein wenig warten, bevor sie umpolt.

Zur Steuerung gibt's für jeden Thresenplatz einen Ein/Aus-Schalter beim Wirt (der wäre in der Skizze ganz links). Damit der Bierzug seinen Haltepunkt erreicht, müssen alle vorherigen Haltepunkte "ein" geschaltet sein (damit weiche ich von der Vorgabe ab, mit einem Druck auf die Nr "3" auch dorthin zu kommen: es müssen händisch 1+2 auf "ein" geschaltet werden), damit der Zug dort durchfährt (grüne Linien).

Der Zug fährt bei 1 und 2 durch (vom Wirt auf "ein" geschaltet), erreicht 3 (vom Wirt nicht eingeschaltet) und hält. Die Pendelautomatik registriert, daß kein Strom mehr fließ, wartet einen Moment und polt um.

Damit der Gast den Zug zurückschicken kann, bekommt er einen Taster (orangene Linien). Solange er ihn drückt, wird der Zug in seinem Abschnitt fahren => da die Automatik umgepolt hat, fährt der Zug nun zurück. Die Wartezeit der Automatik stellt jetzt sicher, daß die Polung nicht sofort wieder wechselt, wenn der Gast aus versehen zu kurz auf den Taster drückt, so daß der Zug noch im Haltebereich wieder stromlos wird und stoppt. Ggf. kann der Wirt einfach den Schalter für den Thresenplatz bei sich auf "ein" schalten, und der Zug kommt auch ohne Tastendruck des Gastes zurück.

Was das Bremsen angeht: entweder fährt der Zug so langsam, daß das nichts ausmacht (bei schweren, gut gefüllten Seidlasgläsern, sollte das kein Problem sein). Oder man spendiert der Lok einen Kondensator, der in "Ausschankrichtung" dafür sorgt, daß der Motor noch für ein paar cm Strom bekommt. Dann stoppt die Lok auch sanfter. Ggf. müßte ein zweiter Kondensator für die Gegenrichtung dafür sorgen, daß der Zug auch am Ausschank sanft ausrollt. Dioden sollten für den richtigen Stromfluß sorgen.

Bild

So würde ich das Problem lösen. Das System ist im Prinzip unendlich ausbaubar.

Stefan..