Zimo-Zentrale: Störung

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Ralf
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Zimo-Zentrale: Störung

Beitragvon Ralf » 27.05.2006 08:41

Hallo zusammen,

langsam wird das Problem eingekreist, das sich an meinem Fahrtag einstellte (ständiges Abschalten der Zentrale).
Peter tippte damals auf den Trafo, weil dieser nicht die volle Stromleistung (Ampere) liefern könne.
Das Problem stellt sich jetzt wie folgt dar. Den Beitrag sendete ich gerade ins Zimo-Forum. Mal sehen, ob sich etwas tut.

Hallo Zimo-Fahrer,

ich wende mich heute erneut an euch mit der Bitte um Hilfe.

Meine neue Zentrale MX1EC wird mit dem originalen Zimo-Trafo 25V 200VA gespeist. Ständig ging die Zentrale auf Störung (UES) immer dann, wenn ich im oberen Spannungsbereich war. Besonders fatal war dies, wenn eine Lok keine Anfahrverzögerung hatte, dann brach stets alles zusammen.
Bei Nachfrage gab mir Zimo den Rat, die CVs 5,6,7,8 der Zentrale auf höchste Werte zu stellen. Das half dergestalt, dass nun die Spannung etwas höher eingestellt werden konnte, aber dennoch im Realbetrieb nicht höher als 19,5 Volt Gleisspannung.
Nach erneuter Recherche bei Zimo teilte man mir mit:

„Der Schaltregler im MX1 kann nur arbeiten wenn die Eingangsspannung vom Trafo höher ist als die gewünschte Schienenspannung.
Sinkt die Eingangsspannung auch nur einen kurzen Moment unter die Schienenspannung so geht das MX1 auf UES.
Jetzt liefert aber der Trafo die 25 Volt nur im Leerlauf. Bei Belastung bricht diese Spannung unweigerlich zusammen.
Es muß also genügend Spielraum zwischen Schienenspannung und Trafospannung vorhanden sein.“

Soweit verstehe ich das ja, obgleich ich doch etwas staune; immerhin bin ich doch nicht der erste Kunde, der eine MX1EC mit originalem Trafo betreibt. Da müsste es doch weitere Erfahrungen geben? Einen Kollegen habe ich noch, der genau das gleiche Problem hat, sich aber seit über zwei Jahren in sein Schicksal eingefügt hat und es stillschweigend akzeptiert, dass es bei weitem keine volle Spannung aufs Gleis bringen kann.

Nun zu den Ratschlägen von Zimo:

„1. Die Leitung zwischen Trafo und MX1 so kurz und dick wie möglich machen.
2. Einen Trafo mit höherer Spannung verwenden. (z.B. könnte man zwei unserer 15V Trafos in Serie schalten oder einen anderen Trafo mit ca. 27-30V verwenden)
3. Man könnte den Elko der im MX1 die Trafospannung puffert größer machen.“

1. scheidet aus, das Kabel ist erstklassig und kurz. 3. kann ich nur wenig beurteilen.
Der 2. Fall interessiert mich. Hat jemand von euch einen anderen Trafo mit höherer Spannung im Einsatz? Hat jemand eventuell ähnliche Probleme und weiß schon einen Rat zur Abhilfe?
Beste Grüße

Ralf

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Harald
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RE: Zimo-Zentrale: Störung

Beitragvon Harald » 27.05.2006 19:19

Hallo Ihr Zimogeschädigten,

das Ganze klingt für mich wie ein schlechter Scherz :evil:
Was habt Ihr für das Teil bezahlt :?:

Will's gar nicht wissen :wink:

Bin gespannt, was da noch raus kommt.
Harald

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Ralf
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Beitragvon Ralf » 27.05.2006 19:30

Hallo zusammen,

immerhin kann die Zimo-Zentrale auch mit Gleichstrom betrieben werden.
Also ging ich heute mit meinem Labornetzgerät (30 Volt, 5 Ampere) an die Sache ran.
Ich stellte auf 27 Volt ein und versuchte Betrieb. Und siehe da: Mehr als 15,9 Volt Gleisstrom ging nicht.
Ständige Störung (UES).

Macht genau 11,1 Volt Differenzspannung. Weniger geht nicht.
Klingt das nicht komisch :?:
Beste Grüße



Ralf

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Beitragvon Ralf » 29.05.2006 06:32

Beste Grüße



Ralf

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Beitragvon Ralf » 04.06.2006 12:27

Hallo zusammen,

nachdem ich gestern bei meinem Händler war und die Zentrale zum Testen hatte, war ich doch sehr erstaunt.
Der sagte mir folgendes:

Die Zentrale dürfe man nicht auf volle Last (Anschlag des Drehknopfes) stellen. Da sei es völlig normal,
dass es kurzerhand zur Störung komme. Das liege daran, dass die von mir gemessene Spannung am
Multimeter nicht richtig sei, weil das Multimeter nur Sinuswellen richtig messen würde. Vielmehr würde
die nach NEM richtige Digitalspannung von 22 Volt dann vorherrschen, wenn am Multimeter etwa 17 Volt
angezeigt werden (das soll irgendwie an hochfrequenter Dreiecksspannung oder was weiß ich liegen).
Das sollte unabhängig von der Eingangsspannung eingestellt werden.

Nun wollte ich auch noch wissen, warum bei mir beim Einspeisen des Gleichstromes gleich bei 16 Volt
Störung eintritt. Er sagte, das könne er sich nicht erklären, bei ihm laufe alles über Gleichstrom (30 Volt, 12 Ampere).
Ich solle den Gleichstrom auf mindestens 28 Volt stellen, dann würde das schon funktionieren.

Also habe ich heute gleich ausprobiert.

1. Zimo-Trafo ran sowie Zentrale so eingestellt, dass mein Multimeter 17,5 Volt anzeigt. Keine Probleme, wie ich sie vorher hatte.

2. Mit dem Labornetzgerät auf 28 Volt gestellt (5 Ampere). Keine Probleme.

Was sagt ihr dazu? Ist das jetzt Humbug, Zauberei, Scharlatanerei, Zufall oder wissenschaftliches Faktum?

Wie viel Spannung messt ihr denn am Gleis mit eurem billigen Multimeter?

ANMERKUNG: Richtig könne man das nur messen mit einem "True DC-Messgerät". Jetzt habe ich gerade im Conrad-Katalog entdeckt, dass es sowas wirklich gibt.
Beste Grüße



Ralf

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Andreas
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zimonisches

Beitragvon Andreas » 04.06.2006 21:55

Hallo Ralf,
danke für deine Berichterstattungen,
habe alles mitgelesen,
schon deshalb weil dein System ja der Ferrari unter den Digitalsystemen ist
(zumindest vom Preis her) und ich mir früher oder Später ja auch mal was gescheites kaufen will.

Bedeutet dein letztes Posting:
Quatsch gemessen + falsch eingestellt, jetzt ist alles ist gut ?

Grüße Andy :D

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Beitragvon Ralf » 05.06.2006 07:36

Hallo Andreas,

es scheint tatsächlich so zu sein, was du so treffend formuliert hast.

Sobald das Wetter so gut ist, dass ich bedenkenlos alles auf die Schiene stellen kann, was fährt und Stromm frisst,
ohne dass der Regen oder der Wind stört, werde ich diesen Belastungstest machen.
Dann gehe ich an die Grenze der Belastung sowohl beim Gleichstrom (5A) als auch beim Trafo (8A).
Beste Grüße



Ralf

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Beitragvon Ralf » 29.08.2006 08:47

Hallo zusammen,

bevor ich den Sachverhalt ganz vergesse, wollte ich euch noch von den weiteren Fortschritten
mit meiner Digitalzentrale berichten.

An meinem Fahrtag funktionierte ja erstaunlicher Weise alles perfekt, es gab praktisch keine Störungen.
Betrieb fand mit dem originalen Zimo-Trafo statt.

Was keiner bemerkte oder bemängelte: Es lagen (nach Anzeige meines billigen Multimeters) nur 15,6 Volt
Spannung an. Bei diesen Größen gibt es erfahrungsgemäß keine Probleme mit Überlastung, l
ediglich in den Kehrschleifen, die ja aber auch nur bis 3 Ampere ausgelegt sind und die eventuell einer Verstärkung bedürfen.
Braucht jemand ein dreifaches Kehrschleifen-Modul von Zimo?

Vergangene Woche wollte ich es wissen und setzte die höchste Belastung auf die Schiene, die es bei mir gibt.
Sechsmotorige Zugeinheit mit sechs Echtmetall-Streamlinern auf einer etwa 3-prozintigen Steigung.
Ich müsste eigentlich mal messen, wie schwer allein so ein Wagen ist. Also es funktionierte bei besagter Spannung
tadellos. Lediglich wenn die Beleuchtung der Wagen zugeschaltet wurde, tat sich die Zugeinheit bergauf doch recht schwer.
Da merkt man dann, dass der Grenzwert von 8 Ampere erreicht ist, wohl gemerkt bei einem Zug!

Dann wollte ich den von Daniel beschriebenen Booster-Betrieb testen, das war aber nix.
Aus technischen Gründen musste ich das zunächst verschieben.
Sobald ich wieder die Gelegenheit habe einen Booster zum Testbetrieb verwenden zu können, berichte ich euch.

Bild
Beste Grüße



Ralf