Analoges

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Andreas
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Analoges

Beitrag von Andreas » 27.04.2019 13:13

eine Mailanfrage ans Forum:
Hallo Gartenbahn-Stammtisch,

meine Frage ist, ob der Uhlenbrock Trafo (70VA/4A),
für Traktion ro V100 LGB(mfx) u. türkis-beige BR212 LGB(mfx),
auf kleiner Modulanlage ( 3,50 m x 1 m ) ausreichend ist.?

VG

Günther L......
Ich habe Null Ahnug von Analogbetrieb :D
Ich denke aber mal der 4A Trafo reicht für 2 Stück - 2-Motoirige LGB Lok's aus
Wer hat Durchblick ?
Gruß Andy :D

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Thomas
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Re: Analoges

Beitrag von Thomas » 28.04.2019 11:12

Servus Andy,

der Strom ist ausreichend, interessant wäre noch die Höhe der Ausgangsspannung.
Allerdings reicht der Trafo alleine nicht, da kommt ja Wechselstrom raus. D.h. man braucht auf jeden Fall einen Fahrregler dazu.
Gruß
Thomas

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Ralf
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Re: Analoges

Beitrag von Ralf » 28.04.2019 22:08

Hallo zusammen,

als ich anfing mit der LGB, hatte ich gebraucht auch einige Playmobil-Sachen gekauft. Da war auch ein Playmobil-Trafo dabei, der hatte nur 500 oder 600mA im Gegensatz zum LGB-Trafo von 1A. Also wenn ich eine LGB-Lok habe laufen lassen wollen, dann reichte der Playmobil-Trafo nicht für ein zügiges Tempo. Fazit: 1A je LGB-Antrieb braucht man auf jeden Fall. Wenn man dann noch ein wenig Beleuchtung einplant und eventuell Spannungsabfall an Schienenverbindern etc., dann sollte man auf jeden Fall 4A keinesfall unterschreiten.
Beste Grüße

Ralf

Frank
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Re: Analoges

Beitrag von Frank » 29.04.2019 21:55

Und da heißt es immer, die USA Trains Loks seien die Stromfresser...

StefanM
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Re: Analoges

Beitrag von StefanM » 08.05.2019 12:13

Als langjähriger Analogfahrer würd ich sagen:

(1) JA, reicht. 70VA bei 4A ergeben 17.5V, was für eine zügige Fahrt genug sein sollte. Und 4A für zwei zweimotorige Loks sollte auch reichen.

(2) ABER: wie schon gesagt, ist das ja nur der Trafo ohne Regler. Analoge Loks fahren dann richtig flott, wenn man das Ding da direkt anschließt 8) .

(3) Die Fahrgeschwindigkeit hängt von der Spannung (Volt) ab. LGB Trafos liefern 22V, Playmobil teils nur bis 14V. Drum fahren die Loks da langsamer. Auch der UHB-Trafo mit seinen 17,5V wird vermutlich nicht das Maximum rauskitzeln können.

Die Anzahl der Verbraucher hängt von der Stromstärke (Ampere) ab. Meiner Erfahrung nach reicht auch ein kleiner Playmobiltrafo für einen kleinen LGB-Motor (wie die Stainz). Aber mehrere Motoren gleichzeitig, Lichter oder gar Rauch dazu... DAS braucht mehr Ampere, sonst geht nix.

Was ich ned weiß - aber vielleicht kann das jemand sagen: Wenn der Trafo z.B. 16VA bei 16V liefert... heißt das dann, daß er immer 1A und je nach Reglerstellung 0-16V auf's Gleis bringt? Oder heißt daß, daß er die A reduziert, wenn die V hochgedreht werden - also daß er z.B. 8V mit 2A, 4V mit 4A liefern würde?

Stefan..

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FrankS
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Re: Analoges

Beitrag von FrankS » 08.05.2019 21:02

Hallo Stefan..
Zu Deiner Frage: Ich gehe davon aus , das Du mit "Trafo" ein Komplettgerät (also Trafo mit Gleichrichtung und Fahrregler) meinst.
der wird normalerweise auch bei geringerer Reglerspannung keinen höheren Strom abgeben. Der Drahtquerschnitt der Sekundärwicklung begrenzt den Strom. Die Reglung erfolgt dann
-bei einem Ringkerntrafo über einen Schleifring, der z.B. bei halber Spannung nur die Hälfte der Windungen abgreift
-mit einem (kaum noch verwendeten) Regelwiderstand wird der Strom natürlich eh geringer (Verlustwärme)
-mit elektronischen Transistor Längsregler (Verlustwärme)
-mit "normalen" getakteten (Transistor/Thyristor)-Regelungen (geringe Verlustleistung, aber auch keine Stromerhöhung).

Den Strom erhöhen kannst Du nur mit einem Trafo (entsprechender Leistung) der z.B. ein 2:1 Windungsverhältnis hat und von der Sekundärseite auch für den doppelten Strom dimensioniert ist. (Typisches Anwendungsbeispiel ist der Schweißtrafo)

bei sogenannten Schaltnetzteilen könnte man auch den Strom bei kleinerer Spannung erhöhen, denke aber macht hier wenig Sinn

Gruß Frank (s)

StefanM
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Re: Analoges

Beitrag von StefanM » 09.05.2019 10:58

Danke, Frank,

ja, so war's gemeint: Regeltrafo.

Gruß, Stefan..

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