Neustart als Digitalist

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Ralf
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Neustart als Digitalist

Beitragvon Ralf » 26.03.2006 09:26

Hallo zusammen,

es ist geschafft: Ich bin im Digitalzeitalter angekommen.
Zum Hintergrund: Seit geraumer Zeit liegt die neue Digitalzentrale bei mir, allerdings ohne jemals
in Betrieb gewesen zu sein. Das ging auch nicht, ich hatte ja keine Digital-Lok. Also wollte ich mal schnell
den Aristo-Craft Railbus digitalisieren. Da stellte sich dann heraus, dass das alles nicht so einfach geht.
Was macht man dann? Man wählt eine Lok aus, die eine ordentliche Verdrahtung hat und wenige
Komponenten zur Versorgung: meine LGB-Schoema.
Einziges Problem: Ich habe im eigentlichen technischen Bereich keine tiefgreifenden digitalen Kenntnisse,
was sich auch darin äußert, dass ich bis gestern Vormittag noch nicht verstand, wieso aus einem Motorblock
4 Drähte führen. Ich dachte ja immer, Plus und Minus genügen. Aber das hat auch so geklappt,
denn drei Dinge halfen mir:

:arrow: 1. Der gesunde Menschenverstand und die natürliche Gabe eines Lehrers, auch dort mitzureden, wo man
keine Ahnung hat.
:arrow: 2. Peters wertvolle Hilfe im Erklären der technischen Zusammenhänge.
:arrow: 3. Dank auch an LGB, die ihre Loks so einfach und qualitativ hochwertig bauen, dass man mit wenigen
Handgriffen (ohne etwas zu zerstören) einen Digitalumbau bewerkstelligen kann.

Die Schwierigkeit war folgende: Kaum technische Kenntnisse mit Digitalanlagen, völlig neue Anlage
(funktioniert die überhaupt? ist sie richtig eingestellt?), Umbau der Elektronic auf 24 Volt sowie
Einbau einer bisher nicht vorhandenen Führerstandsbeleuchtung.

Und siehe da: Es hat geklappt.
Die LGB-Schoema läuft. Sie macht noch einige leise Taktgeräusche (ist das eigentlich normal bei Digitalsystemen,
irgendwo habe ich schon mal davon gehört), fährt noch ein klein wenig ruckelig (da muss wohl noch die
Einstellung optimiert werden), beim Rückwärtsfahren schaltet sich die Stirnlampe aus (das ist ein
sparsamer Lokführer) und die Einzelteile am Miniaturdecoder werden ganz schön warm (ist das eigentlich normal?),

aber sonst läuft alles prima.
Hier seht ihr die LGB-Schoema auf dem Rollenprüfstand laufen.

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Beste Grüße

Ralf

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Peter
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Beitragvon Peter » 26.03.2006 10:12

Ahoi Ralf !

Freut mich, das es geklappt hat - das ist übrigens ein richtiges "Stimmungsbild". Klasse !
Ich würde Dir jedoch raten - wenn Du unbedingt bei den Steckverbindern bleiben willst - diese mit Isolierband zu
umwickeln. Das schützt vor Kurzschlüssen durch die manchmal überstehenden Schräubchen.....

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Ralf
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Beitragvon Ralf » 26.03.2006 13:13

Hallo Peter,

guter Tipp mit der Isolierung. Ich wollte zunächst einmal variabel sein mit den Steckern,
damit eventuelle Fehlbelegungen schnell kontrolliert und korrigiert werden können.
Die Lok wird erstmal zusammengebaut. Sobald ein SUSI-Sound da ist, wird der testweise eingebaut,
eventuell noch ein Rauchgeneratotor. An irgend einer Lok muss ich ja schließlich meine Lehrligs-Arbeit absolvieren. :)
Beste Grüße



Ralf

Daniel
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Beitragvon Daniel » 26.03.2006 21:46

Hallo Ralf,

meinen Glückwunsch zum Digitaleinstieg. Das sieht ja schon mal ganz erfolgversprechend aus. Erzähl vielleicht noch ein wenig mehr. Was hast Du für einen Decoder eingebaut?

Das leise Summen läßt sich ggf. noch mit der Regelungsfrequenz einstellen (ist aber decoderabhängig).
Stimmt die Beleuchtung oder hast Du noch Probleme mit der Fahrtrichtung?
Ob es normal ist, dass ein Decoder warm wird, hängt auch vom Decoder ab und den Digital-Bedingungen ab. Handwärme im Stand ist normal. Verbrennt man sich aber schon im Stand die Finger oder ist gar ein unangenehmer Plastikgeruch in der Luft, dann sollte man nochmal die Verdrahtung prüfen. Decoder beim Einbau deshalb nicht einwickeln, sondern am besten mit doppelseitigem Klebeband irgendwo befestigen.

Mein Modellbahnhändler hatte mir vor Jahren gesagt: Früher oder später landen alle bei Zimo. Damals hatte ich darüber gelacht. Heute bin ich um mehrere 100 EUR ärmer, die ich in andere Digitalsysteme investiert habe, und habe nun doch Zimo :=)) Das hast Du Dir wohl gespart.

Wenn ich richtig am Bild sehe, hast Du auch die Funkversion. Zumindest bei mir arbeitet der Funk hervorragend. Über 50m und durch mehrere Wände gibt es eine sichere Funkverbindung. Jeder, der sich ärgert, warum seine Lok immer an der gleichen Stelle entgleist, wird dies zu schätzen wissen. Man kann sich jetzt einfach ins Gras legen und die Lok solange vorbeifahren lassen, bis der Fehler reproduzierbar ist. Sehr angenehme Art der Fehlersuche :=))

Sollten noch Fragen sein, schreib im Forum, irgendjemand hatte sicher am Anfang ein ähnliches Problem.

Viele Grüße

Daniel

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Ralf
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Beitragvon Ralf » 26.03.2006 22:47

Hallo Daniel,

besten Dank für die aufmunternden Worte.
Ich komme gerade aus dem Keller, nachdem ich nun auch weiß, wie man CV-Werte verändern kann.

Derzeit habe ich den Zimo MX64H, der ist sehr klein und geht bis etwa 1,8A (bei einem Händler zu 32,xx Euro erstanden, das ist dann auch kein Beinbruch, wenn er von einem Anfänger mal "zerschossen" wird.

Mein Problem derzeit: Sobald der Motor in Bewegung gesetzt wird, "brummt" er irgendwie, vielleicht wie eine Nähmschine. Das klingt wie ruckartiges Bewegen in hohem Frequenzbereich. Ich habe schon einiges probiert, komme aber nicht weiter.

Weiß jemand Rat?
Beste Grüße



Ralf

Daniel
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Beitragvon Daniel » 26.03.2006 22:53

Hallo Ralf,

schau mal in die Bedienungsanleitung unter www.zimo.at.
Spiel dann mal mit CV 9 (z.B. auf 0), ggf. auch mit CV 57 und 58 (hier Werte zwischen 0 und 255). Einfach mal verschiedene Werte probieren und sehen, was passiert.


Viele Grüße

Daniel
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Daniel

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Beitragvon Ralf » 02.04.2006 19:17

Hallo zusammen,

zwei Decoder an einem Wochenende in die ewigen Jagdgründe geschossen, das ist selbst für mich eine zu hohe Sterbequote.
Mittlerweile bin ich aber wieder etwas glücklicher, weil mein dritter Decoder, der „große Bruder“ Ziomo MX69S tadellos arbeitet und eine wahre Freude ist.
(Nähere Infos im Zimo-Forum unter http://zimoforum.huebsch.at/Lists/General%20Discussion/AllItems.htm. Nachdem bei uns kein Zimo-Fahrer ist, erschien mir das sinnvoll, oder irre ich mich?)
Außerdem unternahm ich heute den ersten Probebetrieb im Freien mit Funk. Und ich kann nur sagen: SPITZE.

1. Der Funkbetrieb ist tadellos. Obwohl ich ums ganze Haus herum gehe und steuere, alles funktioniert. Keine Funkunterbrechung (die übrigens sofort im Fahrpult angezeigt würde).
2. Wer mal mit dem Zimo-Fahrpult einhändig seine Lok gefahren ist, der will gar keinen Drehregler mehr. Das ist ergonomisch und außerdem wahnsinnig praktisch, wenn du mit einer Hand alles machen kannst, was den Fahrbetrieb betrifft.

So lasse ich es mir nicht nehmen, mich – nachdem sich Peter ja auch bei der Gartenteich-Arbeit zeigt – im Bedienungsstress meiner ersten Digitallok ablichten zu lassen.

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Beste Grüße



Ralf

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Andreas
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Beitragvon Andreas » 02.04.2006 21:30

Hallo Ralf !

Gratulation ! Du Digitaler !!
Ich kann dir voll und ganz zustimmen,
auch meiner Meinung nach gibt es nichts praktischeres als mit einer Hand zu steuern,
ohne dabei ständig auf den Regler glozen zu müssen.

Einen Zimo hatte ich noch nie in Händen !
am 15. musst Du in mal hergeben......

(Was für Decoder hat du denn verbraten ?)

Grüße Andy

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Beitragvon Ralf » 02.04.2006 21:55

Hallo Andreas,

zweites Fahrpult ist schon reserviert und wird am 15. auch zur Verfügung stehen.
Eventuell kommt ja auch Gerhard (fido), der fährt ja auch österreichisch.

(Was für Decoder hat du denn verbraten ?)


Zwei Zimo MX64H, zusammen etwa 65 Euro. Am Dienstag mache ich Ãœberstunden,
da kommt das Geld dann wieder rein. Aber schade ist es trotzdem, zumal ich nicht recht weiß,
woran es gelegen hat. Die Dinger sind nämlich ideal wegen ihrer absoluten Minigröße und des SUSI-Anschlusses.
Beste Grüße



Ralf

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Beitragvon Peter » 03.04.2006 07:39

Ralf hat geschrieben:......zumal ich nicht recht weiß, woran es gelegen hat......

Erzähl mal, was und wie Du es an die Dekoder angeschlossen hast. Mir fallen spontan nur zwei Gründe ein,
Ein- und Ausgang verdreht, bzw. überlastet. Also die Summe aller Verbraucher übersteigen die Belastungs-
kapazität des Dekoders.
Ich habe auch in zwei Loks kleinere (HO)-Dekoder. Mit LED Beleuchtung und ohne weiteren Schnickschnack
funktionieren die aber eigentlich Prima....

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Beitragvon Ralf » 03.04.2006 08:13

Hallo Peter,

im Zimo-Forum schrieb ich den Unfallhergang:

Seit 14 Tagen bin ich Besitzer einer neuen Zimo-Anlage mit Funk-Fahrpult MX31FUund der Eco-Zentrale, dazu den originalen Trafo. Bislang hatte ich noch keine Digitalloks, daher kaufte ich mir 2 MX64H, damit ich meine Kleinloks damit umrüsten kann und erste Erfahrungen sammeln kann.
Ich wurde davor gewarnt, dass man einen Decoder ziemlich schnell „zerschießen“ kann. Soeben ist mir wohl der zweite kaputt gegangen, ich weiß aber nicht, warum. Daher kurz die Schilderung meines Problems:

Meine LGB Schoema baute ich auseinander, entkernte sie, indem ich alle Electronic rausnahm, Birnchen auf 24 Volt umstellte und eine Führerhausbeleuchtung einbaute. Dann wurde komplett alles an den Zimo MX64H angeschlossen. Die Zentrale stand auf 18,5 Volt, dann kam die Lok aufs Gleis. Nach relativ kurzer Zeit auf dem Gleis (ohne Betrieb) ging der Decoder auf Störung, mit Betrieb auf dem Rollenprüfstand dauerte es bis zur Störung deutlich länger. Ich drehte die Spannung auf 17 Volt zurück, dann funktionierte es ohne Störung. Trotzdem wurde der Decoder ziemlich heiß.
Ich schrieb das Problem meinem Händler, der antwortete, das könne er sich nicht erklären, bei ihm laufe der Decoder mit 24 Volt.
Also stellte ich die Zentrale auf 22 Volt ein und stellte die Lok aufs Gleis. Das ging nicht lange gut und der Decoder war hin.
Also dachte ich, wahrscheinlich ist was falsch an der Verdrahtung gewesen. Alle Kontrollen ließen aber diesen Schluss nicht zu. Es schien alles ordentlich zu sein. Schließlich wusste ich keinen anderen Rat als den anderen neuen MX64H zu probieren. Dazu versah ich die beiden „Schienen“-Anschlüsse mit Bananensteckern und legte sie am Gleis an, ohne weitere Anschlüsse. Nach etwa 5 Minuten kontrollierte ich bei 22 Volt die Temperatur, und wieder ziemlich war. Etwas später erneut den Test am Gleis, dann dauerte es nicht lange, und schon war der nächste Decoder futsch.

Die beiden MX64H wurden von mir, das kann ich jetzt im Nachhinein noch genauer sagen als beim ursprünglichen Posting, völlig korrekt angeschlossen. Das eigentümlichste ist ja, dass der zweite Decoder nur an der Schiene hing, keine sonstige Verbindung hatte. Er wurde schon wenigen Sekunden - wie der erste Decoder auch - sehr heiß.

Nachdem ich Zimo-Neuling bin, traute ich mich schon gar nicht mehr weiter ran. Aber dann packte mich doch der Forscherdrang und mir fiel ein, dass ich noch eine Lichtleiste von A.Huebsch hatte, die zum Testen nicht so teuer ist wie ein Decoder. Die lief einwandfrei und ließ sich ohne Überhitzung betreiben und schalten.
Also nahm ich meinen Mut zusammen und ging an den MX69S, der in der Zentrale dabei liegt. Und siehe da: Keine Probleme. Keine Überhitzung, keine Störung, alles bestens.

Was ich allerdings bei den beiden „kleinen“ Decodern falsch gemacht habe, das weiß ich wirklich nicht. Eigentlich sind sie wegen der Baugröße ja ideal für Schoema, Stainz und Co. Allerdings traue ich mich wirklich nicht mehr, nochmal einen anzuschaffen, um ihn dann zu in die Jagdgründe zu schießen. Der MX69S hatte auch vom ersten Moment an sofort ein super Fahrverhalten, die beiden kleinen ließen den Motor brummen wie Nähmaschinen und stotterten förmlich. Aber das ist ja eigentlich nur eine Einstellungssache, oder?


Mir ist das auch ein Rätsel. Die beiden Anschlüsse des Gleises ("Strecke") kann man mit keinem anderen Anschluss verwechseln. Das scheidet aus.

Ich werde die Teile halt mal an Zimo geben müssen und um Überprüfung bitten.
Beste Grüße



Ralf